In unserer Einrichtung nutzen wir eine Vielzahl an diagnostischen und therapeutischen Methoden, um den Kindern und Jugendlichen zu helfen. Diese bauen teilweise aufeinander auf oder greifen zusammen mit anderen Angeboten und Maßnahmen passend zum jeweiligen Fall ineinander.

Psychologische Diagnostik

Unsere Einrichtung verfügt über spezielle Räumlichkeiten für die Diagnostik und Therapie.

Am Anfang unserer Arbeit kann eine fundierte psychologische Diagnostik im Hilfeplangespräch in Auftrag gegeben werden. Dabei nehmen wir das Kind/den Ju­gendlichen ganzheitlich in den Blick. Denn, um ihm helfen zu können, gilt es zunächst, seine Lebens- und Entwicklungsgeschichte zu verstehen. Die Ergebnisse der psychologischen Diagnostik sind wertvolle Grundlagen für den Hilfeprozess und unsere pädagogische Arbeit. Auf dieser Basis leiten wir in therapeutische Hilfen über, begleiten die Herkunftsfamilie der Mädchen oder Jungen und klären die weitere Perspektive.

Traumazentrierte Psychotherapie

Bei der traumazentrierten Psychotherapie kommen Einzel-Gesprächstherapie oder eine systemische Therapie ebenso in Frage wie gruppentherapeutische Angebote. Bei der Wahl der richtigen Methoden orientieren wir uns am jeweiligen Entwicklungsstatus und an der Zugänglichkeit des Kindes/Jugendlichen.

Im Rahmen unseres traumapädagogischen Konzepts  bieten wir gerade für traumatisierte Kinder und Jugendliche eine besondere Form der Psychotherapie an. Eine Vielzahl spezieller Verfahren unterstützt die jungen Menschen dabei, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten und in ihre Biografie zu integrieren. Wichtig ist uns die enge Zusammenarbeit mit den jeweiligen BezugspädagogInnen, denn dadurch fördern wir den Erfolg der Psychotherapie. Wie wir vorgehen, richtet sich immer nach der individuellen Situation des Kindes/Jugendlichen. Alle Angebote haben zum Ziel, die Bindungsfähigkeit zu festigen, die Ressourcen des jungen Menschen zu stärken und erlebte Traumata zu reduzieren.

Kontakt:
Maria Krautkrämer-Oberhoff
krautkraemer@st-mauritz.de
Tel.: 0251 13304 18

Kunst- und Werktherapie

Bei der Kunst- und Werktherapie arbeiten wir mit Ton, Gips, Glas, Holz, Papier, Farben, Stoffen und vielen anderen Materialien. Diese setzen wir den Altersstufen entsprechend ein. Dabei können die Kinder und Jugendlichen bewusst verschiedene Gegebenheiten und Grenzen erleben.

Ziel unserer Kunst- und Werktherapie ist es, ein exklusives Beziehungsangebot außerhalb der Gruppe anzubieten. Im geschützten Rahmen können die Kinder und Jugendlichen mit vielen Materialien persönliche Erfahrungen machen und Grenzen erleben. Sie können experimentieren, ausprobieren und gestalten, aber sich auch abreagieren, z.B. indem sie Ton schlagen oder Nägel in Holz treiben. Dadurch wecken wir gestalterische Kräfte und Freude am kreativen Tun. Gleichzeitig helfen wir den Jungen und Mädchen, Ängste und Hemmungen abzubauen und stattdessen Fantasie, Kreativität, Wahrnehmung und Ausdauer zu entwickeln. Das gestaltete Ergebnis stärkt das Selbstvertrauen sowie das Selbstwertgefühl. Sie erleben sich als selbstwirksam: Ich kann etwas/ Ich schaffe etwas.

Kontakt:
Maria Krautkrämer-Oberhoff
krautkraemer@st-mauritz.de
Tel.: 0251 13304 18

Heilpädagogisches Voltigieren

Das Heilpädagogische Voltigieren hilft vielen Kindern und Jugendlichen, Nähe zuzulassen und wieder Vertrauen in sich selbst zu fassen.

Beim Heilpädagogischen Voltigieren (HPV) handelt es sich um eine ganzheitliche Fördermaßnahme, die Körper, Geist und Seele anspricht. Die Arbeit mit dem Pferd dient der Anbahnung eines Bewegungsdialoges zwischen Kind und Pferd und damit auch dem Beziehungsaufbau. Die Kinder erfahren Wärme, Rhythmus, Getragen- und Bewegtsein.  Die Maßnahme wird für in ihrer Entwicklung beeinträchtigte, traumatisierte und ver­haltensauffällige Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 12 Jahren angeboten. Die günstige Beeinflussung von Sozialverhalten, Selbstwertgefühl und Motorik steht im Mittelpunkt.

Auch die individuelle Freiarbeit mit Pferden ist ein wichtiges therapeutisches Instrument. Gerade Jugendliche machen hier oft heilsame Erfahrungen. Sie schulen ihr Einfühlungsvermögen, erleben, wie sie auf das Pferd bei der Bodenarbeit oder auch beim Reiten wirken und wie sie sich verhalten müssen, um ein partnerschaftliches Verhältnis aufzubauen.

Kontakt:
Maria Krautkrämer-Oberhoff
krautkraemer@st-mauritz.de
Tel.: 0251 13304 18

Förderdiagnostische Schulklasse

Unsere förderdiagnostische Schulklasse arbeitet nach dem Montessori-Prinzip. Für Kinder, die neu zu uns kommen, ist sie oft eine große Hilfe.

Die Mädchen und Jungen, die bei uns aufgenommen werden, bringen oft einen sehr bewegten und verunsichernden Lebenslauf mit sich, der geprägt ist von Orts- und Schulwechseln, Beziehungsabbrüchen und traumatischen Erfahrungen. Um diese Schwierigkeiten aufzufangen, bedarf es besonderer Hilfen, die die Integrationsfähigkeit einer Regelschule übersteigen würden. Für diese Kinder haben wir in Zusammenarbeit mit der Albert-Schweitzer-Schule eine besondere förderdiagnostische Schulklasse auf unserem Gelände eingerichtet.

Die Klasse ist durchgehend mit einer Sonderschullehrerin dieser Montessori-Schule und einer pädagogischen Fachkraft aus unserem Team besetzt. Die Schülerinnen und Schüler erleben die Schule – auch weil sich die Klasse auf unserem Gelände befindet – als sicheren Ort. Lehrerin und pädagogische Fachkraft können sich unmittelbar austauschen, über vielleicht schwierige Hintergründe sprechen und sich auf kurzem Wege über besondere aktuelle Situationen informieren. Das besondere Konzept dieser förderdiagnostischen Klasse hilft, den Spaß an der Schule wieder zu wecken. Ziel dieser besonderen Beschulung ist es immer, den Weg in eine passende Regelschule zu ebnen.

Kontakt:
Klaus-Dieter Alisch
Dipl.-Sozialpädagoge
Tel. 0251 13304-47
alisch@st-mauritz.de