Unser Bereitschaftspflegeteam bietet Schutz und einen sicheren Ort für Säuglinge und Kleinkinder.
Manchmal gibt es Krisensituationen, in denen kleine Kinder trotz aller Bemühungen nicht mehr in ihrer Herkunftsfamilie bleiben können. Zum Beispiel, weil die Eltern überfordert sind oder weil eine Krankheit keine andere Möglichkeit zulässt. Gerade für sehr kleine Kinder ist es in solchen Fällen wichtig, dass sie feste Bezugspersonen haben und ad hoc in ein liebevolles, familiäres Umfeld wechseln können. Dafür gibt es die Bereitschaftspflege.
Diese Bereitschaftspflege übernehmen speziell ausgebildete Familien, die von unseren Expert*innen geschult und begleitet werden. Bei uns werden vor allem Kinder unter drei Jahren vorübergehend so betreut. Die Kinder werden dabei in den Privathaushalt der Betreuungspersonen aufgenommen. Die Bereitschaftspflege ist immer eine Unterbringung auf Zeit. Wir achten darauf, dass sich die Kinder wohl fühlen, dass sie einen sicheren Ort haben und aufs Beste versorgt und gefördert werden. Auch Besuchskontakte mit der Herkunftsfamilie werden von uns begleitet.
Unsere Bereitschaftspflegepersonen sind pädagogisch ausgebildet oder verfügen über eine besondere erzieherische Kompetenz. Die Arbeit ist schön, erfordert aber Gelassenheit und Flexibilität. Oft müssen Kinder, die Schlimmes erlebt haben, von jetzt auf gleich aufgenommen werden. Und man muss loslassen können, denn Bereitschaftspflege ist immer nur ein Angebot auf Zeit. Unsere Fachberater*innen unterstützen auch dabei und klären gemeinsam mit dem Jugendamt, den Herkunftseltern und anderen Expert*innen, wie es für das Kind weiter geht. Manchmal kann das Kind zurück, manchmal wird es in eine dauerhafte Pflegefamilie vermittelt.
Die Bereitschaftspflege ist ein Angebot nach §§ 33.2 u 42 SGB VIII.
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Wie wird man Bereitschaftspflegestelle?
Für diese schöne Aufgabe sind unsere FachberaterInnen Ihre ersten Ansprechpartner. Sie führen mit Ihnen ein Auswahlgespräch und klären Sie genau auf über die anstehenden Aufgaben. Wir schulen unsere Bereitschaftspfleger kontinuierlich und begleiten diese engmaschig – von der Aufnahme eines Kindes bis zur Entlassung. Die FachberaterInnen kümmern sich auch um die Kooperation mit den beteiligten Personen und Institutionen. Dazu gehören die Herkunftseltern ebenso wie das Jugendamt, ein möglicher Vormund, Therapeuten, der Pflegevermittlungsdienst und andere.
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Voraussetzungen
- Sie sind pädagogisch ausgebildet oder verfügen über besondere erzieherische Kompetenz; Sie haben Erfahrung in der Säuglingspflege
und der Förderung von Kleinkindern. - Sie sind immer wieder und von jetzt auf gleich bereit, ein fremdes Kind mit oftmals besonderen Bedürfnissen in Ihren Haushalt aufzunehmen.
- Sie pflegen und fördern das Kind mit liebevoller Zuwendung und einem professionellen Blick für Ressourcen und Entwicklungsdefizite.
- Sie begegnen den leiblichen Eltern mit Respekt und Wertschätzung.
- Sie lassen das Kind wieder gehen, sobald die Perspektive geklärt ist.
- Sie sind pädagogisch ausgebildet oder verfügen über besondere erzieherische Kompetenz; Sie haben Erfahrung in der Säuglingspflege
Ansprechpartner*Innen
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Dipl.-Sozialpädagogin
Ursula Niederberghaus -
Bereitschaftspflege
- niederberghaus@st-mauritz.de
- 0251 13304 43
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Dipl.-Sozialpädagogin
Ute Matthes -
Bereitschaftspflege
- matthes@st-mauritz.de
- 0251 13304 39